Iron Blogger Kiel – Sturmnachlese – dit un dat

Die Iron Blogger Pflicht habe ich leider die letzten Wochen schleifen lassen. Gaanz schlecht. Aber nun raff ich mich wieder auf und bloggen was. Es ist aber auch schwierig, wenn der Blick vom Boot derzeit so aussieht:

Blick von der white sparrow auf das Winterlager November 2013
Blick von der white sparrow auf das Winterlager November 2013

Also wo bitte schön findet man Themen zum Segeln und dem eigenen Boot. Vielleicht könnte ich über das Binnensegeln sinnieren. Vor allem dann, wenn man sich etwas weiter weg von der Küste befindet. Wie zum Beispiel in Berlin. Immerhin recht idyllisch das Revier auch im November und bei wenig Wind.

Blick auf Berlin Grünau  von Schmetterlingshorst
Blick auf Berlin-Grünau von Schmetterlingshorst aus

Aber so richtig ist das natürlich auch nichts, denn an dem Steg legt zum einen so schnell nix an und dummerweise ist eben auch auf den Binnengewässern derzeit Flaute mit dem Segeln. Was bleibt da übrig, als sich doch wieder an der Küste nach Themen umzusehen. Das wird leider nicht von der gesamten Crew goutiert…

Abgnag der Crew
Abgang der Crew

Kein Wunder wenn so unglaublich „viel“ im Hafen passiert. Chancen auf Hafenkino gleich Null…

Blick vom "Olympiaturm" in Schilksee
Blick vom „Olympiaturm“ in Schilksee

Auch die andere Richtung verspricht nun nicht unbedingt grenzenlose Spannung. Selbst dann nicht, wenn ein Hauch Lösungsmittelgeruch über das Hafenvorfeld zieht. Ja, ja das sind diese Streber, die jetzt schon Antifouling streichen, im Frühjahr keinen Stress haben und dann mit erhobener Nase auf die Schluderheinis herabsehen, die im Herbst natürlich weder geschliffen noch den ersten Anstrich aufgebracht haben. Nein wir lassen uns von DENEN nicht unter Druck setzen, kein bisschen!

2013 17 Nov_0664
Über allen Booten ist Ruh…

Zum Glück kann auch die DGZRS es bei dem Wetter ruhig angehen lassen…

Zumindest dieser Blick ist beruhigend
Zumindest dieser Blick ist beruhigend

Tja, und dann eine Woche später. Gleiches Wetter aber an einer anderen Stelle am Hafen. Wahrscheinlich die Nachwehen des Sturmes (man erinnere sich an diesen Beitrag) bescheren einem den folgenden Anblick (einige der Bilder habe ich bearbeitet und den Schiffsnamen entfernt).

Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet

Da denkt man unwillkürlich an den eigenen Winterliegeplatz und fühlt mit dem Eigner mit. Bei dem ganzen Szenario kann man jedoch von verdammt viel Glück im Unglück sprechen. Das Nachbarschiff scheint rein gar nichts abbekommen zu haben. Wie man auf dem oberen Bild sieht haben aber nur wenige Zentimeter gefehlt. Die zum Schutz der Außenhaut des noch stehenden Schiffes angebrachten Teppichreste passen gerade so zwischen die beiden Boote. Man will sich gar nicht vorstellen, was ein Dominoeffekt hätte anrichten können. Denn zwischen den anderen Schiffen wäre nicht ausreichend Platz gewesen, um einem umfallenden Schiff aureichen „Manöverfreiheit“ zu gewähren.

Der Vo­yeu­ris­mus schlägt dann doch zu und man betrachtet sich das Unglück etwas von der Nähe. Da haben die 13 Windstärken ganze Arbeit geleistet:

2013 23 Nov_0656
Abgeknickter Holm – Schwachpunkt Bohrung
2013 23 Nov_0657
Nur kleiner sichtbarer Schaden

Man kann dem Eigner nur wünschen, dass es bei dem Schaden, der hier unten auf dem Bild zu sehen ist, bleibt. Von außen sieht das Ganze noch recht unbeschädigt aus.

So und für die nächste Woche bin ich wieder auf der Suche nach bebilderbaren Themen für einen Segelblog im Winter…

Kommentar verfassen