#Lindaunisbrücke und Infrastruktur

Okay, heute haben die Medienprofi das Thema „heiße Brücke“ übernommen. Der Blogbucheintrag zur  Sperrung der Brücke in Lindaunis und der ein oder andere Tweet trafen den Nagel auf den Kopf. Wir waren heute ganz dicht an DEM Infrastrukturthema von Lindaunis, wenn nicht sogar der ganzen Schlei dran. So war der NDR (@joerg_jacobsen bei Twitter) und ein paar andere Medienvertreter an der Brücke und wir mittenmang. Vielfache Anrufe bei der Wasserschutzpolizei zum Stand der Passierbarkeit der Brücke sollen nach Verlautbarungen (ich glaube so schreiben das die Profis auch) dazu geführt haben, dass diese wiederum die Medien baten, etwas mehr Informationen zu verbreiten. Das passiert nun auch! Ein Bauteil der Brücke soll sich aufgrund der Hitze zu sehr ausgedehnt und dann verformt haben. Nun lässt sich das Ganze nicht mehr öffnen.

Mittlerweile ist dieser Stand auch in den amtlichen Bekanntmachungen für Seefahrer veröffentlicht (ELWIS). Etwas kritisch erlaube ich mir hier anzumerken, dass die Schlei (noch) eine Bundeswasserstraße ist und wenn diese nicht befahren werden kann, mit einer Information fast 24h zu warten, überrascht schon. Auch wenn davon letztlich wohl nur Urlauber betroffen sind. Das ist ja immerhin ein bisschen so, als ob die A21 von Kiel nach HH gesperrt bzw. nur von PKW befahren werden kann (HH ist natürlich das „tote“ Ende…), kein Mensch weiß warum und es gibt dazu auch keine Informationen der zuständigen Stellen.

Ein besonderes Schmankerl hoheitlicher Informationsweitergabe ist der Satz in der bereits erwähnten amtlichen Bekanntmachung: „Die Schifffahrt wird hiermit aufgefordert, den v. g. Bereich mit entsprechender Vorsicht zu befahren.“ Liebe Verfasser dieser Nachricht: Sämtliche „Schifffahrt“ höher als 3,80 m kann da gar nicht durch. Da hilft auch die beste Vorsicht nichts. Gut üblicherweise kommt bei Autobahnsperrungen der Spruch: Bitte weiträumig umfahren. Das würde bei einer derartigen Meldung auch einge – nun schreiben wir mal – „Verwunderung“ auslösen.

Ob durch die verstärkte Öffentlichkeit die Arbeiten an der Brücke nun schneller gehen? Wir haben heute mal „Druck“ gemacht. Also der urlaubsgestresste Wutbürger ist losmarschiert und hat das Infrastrukturdesaster höchstprsönlich inspiziert:

Gaaanz dahinten arbeiten sie....
Gaaanz dahinten arbeiten sie….
Das corpus delicti mit Blick auf die Schlei
Das corpus delicti mit Blick auf die Schlei
Die Brücke sieht nicht nur alt aus, sie ist es auch
Die Brücke sieht nicht nur alt aus, sie ist es auch

Von der Wasserseite sah es am Montag so aus:

Stau auf der Schlei
Stau auf der Schlei

So etwas nennt man dann wohl Bürgerbeteiligung. Wenn hier morgen wieder was zum Thema kommt, stecken wir immer noch fest. Ansonsten ziehen wir jedenfalls weiter und kommen sicherheitshalber nur bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wieder. Da kann dann nix verklemmen und es ist viel ruhiger auf der Schlei.

4 Gedanken zu „#Lindaunisbrücke und Infrastruktur“

  1. Achtung! Auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann sich Metall ungünstig verformen. Außerdem: Denk an den Eisgang! Dein Rumpf ist „nur“ aus GFK;-)

  2. Au Mann, das ist ja ein Sommerspektakel…aber zumindest ist schönes Wetter und auf dem Bötchen ist’s sicher auch gemütlich! Urlaubserlebnisse, die man nie vergessen wird. Genießt es! Gibt’s einen Eiskiosk, und verhungert ihr dort nicht, also von wegen der Infrastruktur ? Der Festländler macht sich Sorgen…..

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