Winter & gebrochene Versprechen

So, nun ist doch noch ein bisschen Winter in Kiel angekommen. Dauerhafte Minustemperaturen bescheren uns derzeit echtes Winterfeeling und das Bedürfnis nach Bootsarbeiten sinkt direkt proportional mit den Temperaturen. Es zeigen sich auch erste Eisschollen auf der Ostsee. Ich wage hier die Prognose, dass es aber mit einer ernstzunehmenden Eis- und Schneedecke nichts wird.

Erste Eisschollen auf dem Wasser mit wenig Hiffnung auf eine geschlossene Eisdecke
Erste Eisschollen auf dem Wasser mit wenig Hoffnung auf eine geschlossene Eisdecke
Leuchtfeuer in Minusgraden

Teile der Crew haben jedoch ihren Spaß und es macht sich offenbar etwas Forschergeist breit. Wann hat man das auch schon, auf einer Eisscholle auf der Ostsee gehen zu können?

Es sieht gefährlicher aus, als es ist
Es sieht gefährlicher aus als es ist
Unendliche Weiten - wie es eben so an der Ostsee immer ist
Unendliche Weiten – wie es eben so an der Ostsee immer ist
Kunst?
Kunst?

Nun bleibe ich aber schon wieder die Besprechung der Pumpe schuldig. Na – man kann ja schon mal die Marke und das Modell nennen: Ich sinniere über den Einbau der Plastimo Lenzpumpe 925. Leider ist das Gerät eher sperrig und die Frage stellt sich, wohin mit dem guten Stück. Aber das ist eineandere Geschichte, die ich dann wohk wieder schiebe.

Schilksee bei Wind

Es war ein ganz normaler Sonntag. Kiel als Landeshauptstadt und dem Anspruch, jedem Kind Segeln zu ermöglichen, hat ja eine dermaßen gute Infrastruktur, dass man zum Schwimmen gehen sich am Wochenende zwischen 2 (in Worten zwei) öffentlichen Schwimmädern entscheiden „kann“. Wir haben daher den kaum ins Gewicht fallende Weg von 15 Minuten mit dem Auto gewählt und sind nach Schilksee gefahren.

Und etwas überraschend (ich habe mal ganz ausnahmensweise nicht die Windwerte vor dem außer-Haus-Gehen geprüft), war es sehr windig. Und nachdem ich eben die Messwerte mir angesehen habe, kann durchaus von Sturm geschrieben werden! Am Leuchturm standen ab und zu 9 Bft an.

IMG_4821

Durch den Wind aus Ost stand eine ganz nette Welle und führte zu deutlichem Hochwasser im Hafen. Das verursachte ein paar spektakulären Bildern, die ich aber leider nicht richtig aufnehmen konnte. Das folgende Video verdeutlicht es etwas. Der tremolo im Bild liegt im Übrigen am Wind. Und hier gehts zum Video (Link verweist auf Youtube Video).

Und hier und da gingen die Wellen dann noch über die Brandungsmauer. Aber keine Sorge, die Besprechung der neuen Pumpe ist nicht aufgehoben, nur aufgeschoben. Der Winter (wie wir früher diese Zeit im Jahr nannten) ist noch lang.

NOK am Abend

Ich gebe es ja zu, diese Woche ist es etwas mau mit der Informationsweitergabe hier auf diesem Blog. Was macht man, wenn einem die Worte fehlen? Richtig! Man schiebt einfach ein paar Bilder ein. Am Sonntag war ich am NOK. Nichts besonderes aber ein paar maritime Bilder für zwischendurch:

NOK Januar 2014

NOK Holtenau Kiel

Aber nächste Woche gibt es dann mehr zu lesen. Es ist mal wieder was Technisches auf dem Weg zu mir mit der Post. Und das kann dann hier  besprochen werden.

 

Reviererkundung No. 2 – Fehmarn

Der Winter will in Schleswig-Holstein keinen Einzug halten. Die Temperaturen erreichen Bereiche, die zur Kieler Woche fast als „Wärmerekord“ durchgehen würden (okay- das ist ein Insiderwitz für die Kielerinnen und Kieler). Daher fängt man schon wieder an, ans Segeln zu denken und vergisst dabei, dass es ja noch fast 4 Monate sind, bis das Boot wieder aufschwimmt.

Antifouling ist jedenfalls schon gekauft. Das gute Mille Ultimate von Hempel wird in diesem Jahr wieder appliziert. Ein recht durchsetzungsstarker Teil der Crew verlangte nach mehr „Farbe“. Da „Pink mit Glitzer“ gerade aus war, ist es am Ende „darkblue“ geworden (hoffentlich macht es das Boot nicht kleiner – so wie Querstreifen dick machen….). Wenn der kühle Sommer noch ein bisschen so bleibt, dann wird wohl schon an diesem Wochenende das Unterwasserschiff seine erste Lage Antifoulng bekommen. Irgendwie steckt ja in jedem so ein ich-habe-das-Boot-schon-im-Herbst-fertig-gemacht-Streber.

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich heute über die zweite Reviererkundungsfahrt berichten. Wir waren auf Fehmarn und haben für 2 Tage die Seele baumeln lassen. Details über das Hotel lasse ich mal weg. Die Einzigartigkeit dieser architektonischen Sünde ist schon wieder so gut, dass dieser – ja, man muss sagen – Komplex  (für kunstbanausige Laien natürlich  kaum nachvollziehbar) unter Denkmalschutz stehen müsste.

Der Blick aus den Hotelzimmer auf die Lübecker Bucht war jedoch atemberaubend,

Kitesufer sind hier häufiger am Start…
Blick in Richtung Festland Südwest

in der Nacht hatten wir einen guten Blick auf Großenbrode

Nachtaufnahmen üben wir nochmal

und der Sonnenaufgang war auch nicht zu verachten.

Sonnenaufgang

Da man nun schon einmal hier war, entschlossen wir eine landseitige Inspektion der beiden in der Nähe liegenden Sportboothäfen. Man kann sagen, sie stellen beide einen guten Schnitt durch den Stand der Häfen der 70iger – 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts dar.

Burgtiefe als Ausdruck des unbändigen Selbstvertrauens schleswig-holsteinischer Tourismusbeamten strömt den Charme eines Betonghettos auf dem Wasser aus. Ob aus Sicht einer guten Seemannschaft es wirklich intelligent ist, die Boxen im Kreis anzuordnen, lass ich mal dahingestellt und werde im Sommer meine Erfahrungen damit machen.

Kreissteg
Derzeit noch gähnende Leere

Der Blick jedenfalls wird an die Eindrücke aus der Schlei im letzten Jahr weder in die ein noch die andere Richtung nicht herankommen. Beton wohin das Auge blickt.

Blick auf Burgstaaken
Beton…

Aber die Infrastruktur scheint zu stimmen. Sanitäranlagen, Gastronomie, Kinderspielplätze und Strand sind in Schlagdistanz. Auch die Einfahrt scheint, zumindest von Land aus betrachtet, einfach zu sein.

Der Gegensatz dazu ist der andere Hafen von Burg. Zumindest kann man hier von einem „echten“ Hafen mit Fischern, Werften etc. sprechen. Die Schwimmstege waren wohl 1995 noch neu…

Schwimmstege in Bursgtaaken mit U-Boot und Betoncharme

Sicherlich eine gute Adresse im Sommer, wenn man mal was am Boot „erledigen“ muss und entsprechende Unterstützung braucht. Ob sich hier ein Gefühl der Erholung bei längeren Liegen einstellt, wage ich aufgrund der reichlich vorhandenen „industriellen Infrastruktur“ zu bezweifeln. An frischen Fisch hingegen wird es wohl nicht mangeln….

Fischerhafenidylle in Burgstaaken im Winter

Zu den Sanitäreinrichtungen äußere ich mich mal nicht. Nur soviel: Ich kann mich erinnern, dass ich bei meinem ersten Besuch vor mehr als 10 Jahren den Container irgendwie „schrabbelig“ fand.

In jedem Fall hoffe ich, diese Hafenbewertung im Sommer von der Wasserseite aus verifizieren zu können. In den Törnplan werden beide Häfen schon mal mit aufgenommen.

Auftakt

Das neue Jahr hat begonnen und gleich am ersten Tag des Jahres war Reviererforschung angesagt. Da sich der Technikbestand saisonbedingt erweitert und qualitativ verbessert hat, stand zusätzlich Ausprobieren auf dem Plan. Dabei sind dann die ein oder anderen unüblichen Fotos entstanden. Der Dieksee bei Malente bot uns dazu eine gute Gelegenheit:

Und damit niemand auf den Gedanken kommt, es ging hier lediglich um Landschaften haben wir sicherheitshalber auch noch etwas „Bootssport“ betrieben.

So ganz ohne Technik will ich das publizistische Jahr jedoch nicht eröffnen. Silvester hat ja den großen Vorteil, dass man das ein oder andere pyrotechnische Gerät ausprobieren kann. Vor allen Seenotsignale sollte man immer mal wieder „testen“. Im Notfall die Anleitung durchlesen und überlegen, wie das nun so zu aktivieren sei, ist sicherlich keine gute Idee.

Also gab es das ein oder andere zu bestaunen. Neben zwei Kugeln haben wir noch die Handfackel ausprobiert. Übrig geblieben von der sehr beeindruckenden Vorstellung vor allem des letzteren Notsignals (beim nächsten Mal werden wir mal ein V ideo davon drehen…), war das hier: