Jahresendblog

Nun ist das Jahr schon fast wieder rum und es es kommt so ganz langsam die Zeit für die guten Vorsätze  für das Neue Jahr. Da macht es sich gut, dass der Weichnachtsmann oder das Christkind oder wer auch immer, dankbarer Weise sich der Qualität der Fotos auf diesem Blog erbarmt hat und nun eine neue Kamera am Start ist. Das solllte, dazu führen, dass neben besseren Fotos auch Videos  diese Seite zieren werden. Bevor es soweit ist, nun erstmal eine frohe Restweihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Die Fähre dorthin wartete schon.

Social Media Sailing Gadget

Heute wird es mal wieder technisch. Xaver (oder hieß er Xavier?) entpuppte sich zum Glück als nicht derart verheerend als einige Wetterdienste und die Medien es vorhergesagt hatten. Es war am Ende mehr in den Sozialen Medien los als auf der Straße. Das bringt mich zu dem mäßig interessanten Thema, welche Instrumente ich nutze, um mich über das Wetter bzw. konkret den Wind zu informieren. Selbstverständlich gibt es das Hafenmeisterbüro, Radio oder Funk. Aber immer mehr im Mittelpunkt stehen bei mir die Apps auf meinen „mobilen Endgeräten“. Ich nutze gleich mehrere. Für das Wetter allgemein Weather Pro (die App hat im Übrigen am treffsichersten die Windstärken von Xaver für Kiel vorhergesagt). Für die Bestimmung des Segelwetters nutze ich die App des DWD (ISeeWetter – Pro), die letztlich aus den veröffentlichten und im Radio vorgelesenen Berichten besteht. Sie sind gut für den Überblick und die generelle Wetterentwicklung. Seit nunmehr 4 Jahren nutze ich aber hauptsächlich die App von Windfinder in der Pro Version. IMG_4626Das aus meiner Sicht schlagende Argument für diesen Dienst sind die kleinteiligen Vorhersagegebiete. Exemplarisch lässt sich das an den Vorhersagegebieten Kiel Innenförde und Kiel Leuchtturm erläutern. Die App erlaubt eine Vorhersage bezogen ausschließlich auf das Gebiet der Innenförde und des Kieler Leuchtturms. IMG_4627  IMG_4629Wie jede andere Vorhersage auch, liegt der Dienst natürlich auch mal daneben. Aber gerade in diesem Sommer zeigte sich der Vorteil vom Windfinder. Die Großwetterlage war auf Flaute eingestellt. Jedoch in Küstenbereichen entsteht vor allem an den warmen Sommertagen je nach Tageszeit ein See- bzw. Landwind. Vorhersagen des DWD können naturgemäß bei einem Gebiet der Größer der Kieler Bucht nur grob die lokalen Auswirkungen vorhersagen. Ganz anders hingegen der Windfinder. Offenbar erlaubt das verwendete Verfahren bzw. Vorhersagemodell detailliert lokale Gegebenheiten in die Berechnung einzuschließen. Mein subjektiver Eindruck ist bisher, dass mich Windfinder mit den Angaben nicht im Stich gelassen hat. Das trifft jedoch nur auf den Wind, nicht jedoch Niederschlag und andere Wetterangaben zu (obwohl ich die beim Segeln auch eher als nebensächlich ansehe). Die App bietet neben der Vorhersage im 3 Stunden Takt in der Proversion eine Superforcast für die stündliche Windentwicklung. Soweit anwendbar finden neben Bewölkung und Niederschlag auch Wellenhöhen und die Tidenentwicklung  Eingang in die Vorhersage. IMG_4628 Garniert wird das Ganze mit den aktuellen Messwerten (Mittelwert und der Spitzenwindwerte) IMG_4630 und (meinem besonderen Lieblingsspielzeug) einer Vorhersagekarte, die im 3h Takt die Wind und Wellenentwicklung projiziert. IMG_4631 Die bereits beschriebenen Nachteile, die allgemeine Windentwicklung mit der App schlecht abschätzen zu können, entfällt damit etwas. Mit der Möglichkeit, die unterschiedliche Maßeinheiten verwenden zu können, wird die App gut abgerundet. Da ganze gibt es im Übrigen auch im Internet unter http://www.windfinder.de. So beim nächsten Mal gibt’s hoffentlich wieder spannendere Themen rund ums Segeln.

Der (fast) perfekte Sturm – Sturmwarnung Nr. 2

Örgs… da sitzt man nichts Böses ahnend nach einem mittelmäßig anstrengenden Arbeitstag bei ehemaligen Kollegen und dann das: Einer berichtet über den “Sturm im Social Web” des anrollenden realen Sturms.  Was darauf folgt ist der Griff zum mobilen, intelligenten Endgerät und ein schneller Zugriff auf die Windapp des Vertrauens (die könnte ich hier ja auch mal besprechen). Da bietet sich einem dieses Bild:

Vorhersagekarte windfinder 02. Dezember 2013

Vorhersagekarte Windfinder 02. Dezember 2013

Verdammt enge Isobaren und irgendwie eine sehr sehr dunkele Farbe – verdammt SCHWARZ! Die haben nicht wirklich schwarz verwendet. Ich verweise mal auf den vorangegangenen Sturm, da waren die Farben dunkelrot. Aber schwarz….

Für Kiel sieht die Vorhersage in Böen 11 und im Mittel leider 9 Bft vor. Und das besorgte Gesicht des Wettermanns im NDR versprach jetzt nicht viel Hoffnung, das es weniger schlimm als beim letzten Mal werden könnte. Auch von “schwerer Sturmflut” wegen des Eindrehen des Windes auf nördliche Richtungen, war die Rede.

Vorhersage Kiel Leuchtturm

Vorhersage Kiel Leuchtturm

Für Helgoland-Oberland rechnen die Wetterfrösche leider mit etwas mehr. Man beachte nur die berechnete Wellenhöhe von 5,80 m…

Windvorhersage 03. Dezember 2013 Helgoland

Windvorhersage 03. Dezember 2013 Helgoland

Ich war vorhin nochmal im Winterlager. Plane und Boot checken, viel machen kann man wohl eh nicht. Drücken wir mal die Daumen.

Ideen zu einer gepflegten Midlifecrisis – Kitesurfen in Surendorf

Segelthemen sind naturgemäß immer noch rar gesät. Mein Versuch am Wochenende, den „unbedingt erforderlichen“ Besuch eines allgemein bekannten Gartenausstatters: „…wir brauchen noch dringend Erde für den Garten…“ mit einem Abstecher in den naheglegenen und für seine besonders kreativen Preise allgemein bekannten Segelausstattters (ja SO verzweifelt kann man sein) zu garnieren, schlug grandios fehl. Nicht etwa, weil Teile meiner „Crew“ auf das Thermometer verwiesen und Stichworte wie Unvereinbarkeit, Gartenarbeit, nahender Frost fielen. Sondern ich tatsächlich keine Lust verspürte, mich dem seglerischen Kosum hinzugeben. Liebe Leserinnen und Leser – keine Sorge ich lasse DAS untersuchen. Ansonsten geht es mir gesundheitlich blendend – oder man sagt wohl in meinem Alter: „Den Umständen entsprechend gut“. Und damit wären wir beim Thema: Mein Alter und diese Herren hier:

Strand Surendorf 01. Dezember 2013
Strand Surendorf 01. Dezember 2013

die Kite- und Windsurfer auf dem Weg in und über die Welle am Strand von Surendorf.

Nicht genug, dass meinereins schon lange darüber sinniert, wie die Wintermonate mit einer sinnvollen wind- und wasserabhängigen Freizeitbeschäftigung veredelt werden könnten und ich neidisch den auf der Suche nach der perfekten Welle und Böe dahin gleitenden Surfern nachsehe. Sie garnieren ihre schon durch die bloße Präsenz verursachte Provokation mit SPRÜNGEN! Ja ich vertippe mich nicht. Man steht nichtsahnend am Wasserrand und versucht sich noch einzureden: „Das könnte ich ja auch noch, etwas Übung und ab gehts. Das Material ist nur heutzutage so teuer…“ Da setzt einer an und macht das hier (für die Älteren unter uns: Brille aufsetzen, Bild anklicken und [strg] + [+] auf der Tastatur drücken):

Surendorf Strand Kitesurfer springend
Surendorf Strand Kitesurfer springend

Er springt mal so eben ein „paar“ Meter hoch.

Och ich vergess es jetzt einfach und schreib‘ nix mehr darüber. Ist ja eh gefährlich sowas. Nach nur 30 Minuten haben die dann auch aufgehört: „Pah nix im Vergleich zu uns damals auf und im Bristol Channel, als die Möwen sicherheitshalber an Land blieben … wir haben … ach lassen wir das. Das tut hier nix zur Sache.“

Der Lütte testete ohnehin gerade aus, wie lange der Winteranzug dem auf 80 cm Höhe recht ordentlich orgelndem „Sandstrahlgebläse“ Widerstand leisten kann.

Wind & Sand Strand Surendorf
Wind & Sand Strand Surendorf
Wind & Sand aus einer anderen Perspektive Strand
Wind & Sand aus einer anderen Perspektive Strand Surendorf

Und da macht es Sinn, ein paar Schritte zu gehen, in der nahliegende „Strandoase“ einzukehren und im Warmen über die Vor- und Nachteile des Wind- und Kitesurfing zu fachsimpeln. Denn es redet sich ja am Besten über Sachen, wenn man fast keine Ahnung davon hat.

Die Idee, das Thema vielleicht nun doch im Rahmen der sich zufrieden ausbreitenden Midlifecrisis im nächsten Jahr mit einem „Kurs“  anzugehen, geht  in der Diskussion über: „Latte Macchiato, Cafe Latte oder lieber was ganz Anderes…“ und den deutlich geäußerten Forderungen nach einer „Waffel“ des jüngesten Teils der „Crew“ unter.

Nun denn, wieder mal über eine Art des Segelns nachgedacht – immerhin. Und nächstes Jahr mache ich diesen Kurs – ganz bestimmt, wenn mir nicht ein Termin dazwischen kommt….