Segeln mal aus einer anderen Perspektive

Das Kieler Wetter zeigte sich am letzten Wochenende von seiner angenehmen Seite. Da ging es am Samstag gemeinsam mit einem Freund auf der white sparrow raus auf die Förde. Herrliche 3 Bft verhalfen dem Törn zum Erfolg und die „Hafencrew“ wollte nicht so richtig mit und kümmerte sich währenddessen um die Bestückung des Grills, der am Strand in Falckenstein später zum Glühen gebracht wurde – man weiss ja nie wie lange das Wetter noch so hält…
Aber davon wollte ich ja gar nicht schreiben: Dem Wunsch eines einzelnen jüngeren Crewmitglieds folgend (man will es sich ja nicht mit den zukünftigen Rentenzahlern verderben) wurde sein Geburtstag in den Wipfeln der Kieler Bäume am Sonntag nachgefeiert. Mit anderen Worten, es ging zum Hochseilgarten in Falckenstein (siehe http://www.highspirits-kiel.de/). Die geneigten Leser werden sich fragen, was das denn nun mit Segeln zu tun habe? Richtig! Nichts!
Oder sagen wir mal fast Nichts. Nachdem sich nämlich die erste Panikattacken bei der Besteigung der Bäume gelegt hatte („sind doch nur 10 m“), der Nachwuchs und dessen Bande mich die grüne, blaue und rote Strecke (steigene Schwierigkeitsstufen entsprechend der Farbwahl) langgejagt hatte, war die Krönung des Tages die SCHWARZE Strecke… Jaha schwarz steht für: „Verdammtwasmacheichhiereigentlich“! ICH wollte das ja eigentlich nicht, aber wer lässt schon ein paar vorpubertäre Jungs ganz nach oben allein klettern? Also ging ich mit rauf.
Erstaunlich übrigens, wie man über sich hinauswachsen kann und zum Motivationscoach wird, wenn der Schulfreund des Nachwuchses auf gefühlten 30m Wipfelhöhe freischwebend auf einem Fender sitzend erklärt, nun nicht mehr zu können. Da war die Strecke aber noch nicht mal zu einem 1/3 rum..
Am Ende ging es dann doch ohne Unterstützung der Feuerwehr Kiel und ich konnte sogar das Handy zücken (nachdem mich ein Vater anrief und fragte ob denn alles ok sei….nie wieder Mobiltelefon im Baum…) und Bilder machen.
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Und da habe ich den Bogen zum Segeln doch noch hinbekommen. Während nämlich die Nachwuchsgipfelstürmer über die tiefere Bedeutung der Frage „Seid Ihr Euch sicher?“, nachdachten, genoß ich die Aussicht auf einer der Plattformen und den Blick auf die Windjammer. Hochseilgarten und Segeln geht dann doch irgendwie zusammen.