Einleitung der Wintersaison – Technikblog

Also irgendwie klappt es noch nicht ganz richtig mit dem Iron Blogging. Ich habe schon wieder eine Runde verpasst (glaube ich). Das liegt eventuell auch daran, dass diese Woche für die white sparrow und ihre Crew die Sommersaison mit dem herbstlichen Aufslippen beendet wurde. Im Hafen Wellingdorf ging es Freitag wieder zur Sache: schwebende Schiffe (Darüber wird jetzt nicht berichtet – im Blog gibt es dazu schon genug). Die Vorbereitungen haben alle etwas in Beschlag genommen, daher war an bloggen nicht so richtig zu denken. In der Wintersaison sollte das eigentlich weniger ein Problem sein.

Was aber ein Problem werden könnte, sind die Themen. Bei der Klimaerwärmung ist an Eissegeln auf der Förde ja nicht absehbar. Also müssen Ideen her. Da bietet sich an, die angeschafften Ausrüstungsgegenstände unter die Lupe zu nehmen. Ob das spannend ist, wird sich zeigen – *gähn*.

Den Anfang macht das zuletzt angeschaffte Segel-gadget: Der Skymate Pro.

 

Segel-Gadget Skymate Pro
Segel-Gadget Skymate Pro

Es ist eine wandelnde Wetterstation für den (eigentlich für fast ganz Schleswig-Holstein geltenden) Fall, dass die Bandbreite nicht ausreicht, auf windfinder oder windguru nach dem wind bzw. wetter zu sehen. Aber von vorn. Es ist ja immer gut, autark seine Daten zu erheben. Der Skymate Pro macht das möglich.

Technisch gesehen ist der Skymate Pro ein Hygrometer, Barometer, Thermometer und Windmessgerät. Es fehlen der Kaffekocher, Rasierapperat und die WLan-Schnittstelle…nun lassen wir das. Im Ernst, auf einem kleinen Boot wie die white sparrow spart man sich eine Menge Platz mit diesem Gerät. Denn normalerweise würde man für alle diese Funktionen ein eigenes Gerät benötigen. Nun aber zum Ergebnis des Schnelltest:

  1. Wind
    Der Skymate Pro erlaubt die Messung des Windes in der (wenig genauen aber häufig genutzten) Beaufort-Skala, mph, Kn, m/s und km/h. Ausreichend testen konnte ich diese Funktion leider nicht. Es war keine Zeit mehr, es auf einem Törn einem echten Praxistest zu unterziehen. Aber die Versuche an Land waren vielversprechend, vorausgesetzt man veränderte regelmäßig den Winkel des Windrades zur Windrichtung.

    Immer schön schwenken, das Windrad des Skymate Pro
    Immer schön schwenken, das Windrad des Skymate Pro
  2. Temperatur und Taupunkt
    Die Temperaturanzeige und Taupunkt sind nach meiner Einschätzung exakt. Schön ist dass im Zeitraum der Messung auch die Minimaltemperatur erfasst und gespeichert wird. Ansonsten keine Besonderheiten.

    Temperaturanzeige Skymate Pro
    Temperaturanzeige Skymate Pro
  3. Luftdruck
    Am interessantesten aus meiner Sicht ist natürlich die Funktion des Barometer. Denn damit lassen sich Wetterveränderungen am besten erkennen. Das Gerät zeigt denn Luftdruck genau an. Die Werte stimmen mit den Messwerten der Wetterstation des Geomar überein. Außerdem zeigt das Gerät den Verlauf des Luftdrucks in 4h Schritten an. Der Beschreibung nach (die leider nur im Englischen exakt ist) soll das Gerät mit einem Warnsignal auf stark fallenden Luftdruck reagieren (habe ich noch nicht erlebt).

    Barometer und 16h Übersicht des Skymate Pro
    Barometer und 16h Übersicht des Skymate Pro
Das Gerät ist nach Herstellerangaben wasserdicht und wird durch die gelbe Kappe sicher aufbewahrt. Außerdem ließe es sich auch fest montieren.
Stativaufnahme
Stativaufnahme
Schutzkappe geklappt
Schutzkappe geklappt
Ich habe den Preis bewusst verdrängt (es muss so etwas um € 180 gewesen sein), da ich es mir mit der Unterstützung einiger Gratulanten als Geburtstagsgeschenk geleistet habe. Alles in Allem eine schöne Spielerei, die in der nächsten Saison sicher gute Dienste leisten wird.

Was nicht geklappt hat

Eigentlich wollte ich diese Woche und an dieser Stelle nun endlich etwas zum Sommertörn schreiben, den wir in diesem Jahr gemacht haben. Das Ganze sollte garniert werden mit dem Track, den ich die gesamte Tour über gespeichert hatte. Dummerweise vergaß ich, den Track, den ich mit meiner iNavX App auf meinen alten IPad aufgezeichnet hatte, zu sichern. Vor wenigen Stunden habe ich das Ipad neu aufgesetzt in dem Glauben, alle Daten gesichert zu haben. Nix da. Die Track Datei hatte ich vergessen. Ich konnte nur noch einige rudimentäre Reste zusammenstückeln. Das sieht dann so aus:

Sommertour 2013 auf einer größeren Karte anzeigen

Schade eigentlich, weil gerade der Track zurück aus Dänemark ganz interessant war. Es sollte nicht sein.
Im nächsten Jahr muss ich mir eh etwas Neues in Hinblick auf Navigationssoftware überlegen. Ich gehe mit neuer Technik an den Start. Jetzt kommt erst einmal wieder das Frustrierenste am Segeln: Mast legen und Aufslippen! Nächste Woche ist für die white sparrow Schluss mit dem Segeln für dieses Jahr….

Dänsich Nienhof Panormabild Strand
Dänisch-Nienhof Strand

Segeln mal aus einer anderen Perspektive

Das Kieler Wetter zeigte sich am letzten Wochenende von seiner angenehmen Seite. Da ging es am Samstag gemeinsam mit einem Freund auf der white sparrow raus auf die Förde. Herrliche 3 Bft verhalfen dem Törn zum Erfolg und die „Hafencrew“ wollte nicht so richtig mit und kümmerte sich währenddessen um die Bestückung des Grills, der am Strand in Falckenstein später zum Glühen gebracht wurde – man weiss ja nie wie lange das Wetter noch so hält…
Aber davon wollte ich ja gar nicht schreiben: Dem Wunsch eines einzelnen jüngeren Crewmitglieds folgend (man will es sich ja nicht mit den zukünftigen Rentenzahlern verderben) wurde sein Geburtstag in den Wipfeln der Kieler Bäume am Sonntag nachgefeiert. Mit anderen Worten, es ging zum Hochseilgarten in Falckenstein (siehe http://www.highspirits-kiel.de/). Die geneigten Leser werden sich fragen, was das denn nun mit Segeln zu tun habe? Richtig! Nichts!
Oder sagen wir mal fast Nichts. Nachdem sich nämlich die erste Panikattacken bei der Besteigung der Bäume gelegt hatte („sind doch nur 10 m“), der Nachwuchs und dessen Bande mich die grüne, blaue und rote Strecke (steigene Schwierigkeitsstufen entsprechend der Farbwahl) langgejagt hatte, war die Krönung des Tages die SCHWARZE Strecke… Jaha schwarz steht für: „Verdammtwasmacheichhiereigentlich“! ICH wollte das ja eigentlich nicht, aber wer lässt schon ein paar vorpubertäre Jungs ganz nach oben allein klettern? Also ging ich mit rauf.
Erstaunlich übrigens, wie man über sich hinauswachsen kann und zum Motivationscoach wird, wenn der Schulfreund des Nachwuchses auf gefühlten 30m Wipfelhöhe freischwebend auf einem Fender sitzend erklärt, nun nicht mehr zu können. Da war die Strecke aber noch nicht mal zu einem 1/3 rum..
Am Ende ging es dann doch ohne Unterstützung der Feuerwehr Kiel und ich konnte sogar das Handy zücken (nachdem mich ein Vater anrief und fragte ob denn alles ok sei….nie wieder Mobiltelefon im Baum…) und Bilder machen.
20130909-183907.jpg
Und da habe ich den Bogen zum Segeln doch noch hinbekommen. Während nämlich die Nachwuchsgipfelstürmer über die tiefere Bedeutung der Frage „Seid Ihr Euch sicher?“, nachdachten, genoß ich die Aussicht auf einer der Plattformen und den Blick auf die Windjammer. Hochseilgarten und Segeln geht dann doch irgendwie zusammen.

Iron Blogger Kiel und white sparrow

Nach einigem Hin und Her habe ich mich nun entschlossen, diesem Blog hier einen kleinen Schubs zu geben. Wie und warum werden die geneigten Leserinnen und Leser fragen. Nun, diese Seite soll „leben“ und nicht nur alle Jubeljahre etwas Neues enthalten. Um das zu verwirklichen (schönen Gruß an den inneren Schweinehund) brauche ich etwas externen Druck. Da kommt mir die Iron Blogger Szene aus Kiel ganz recht. Grundregel jede Woche einen Blog (zu den Regeln gehts hier). Wenn ich das nicht schaffe wird gelöhnt. Na dann man los. (Neben bei bemerkt- dieser Blog zählt schon…).