Wasser im Boot

Auf der Seite sun2k.fr wird reichlich über ein Problem diskutiert, welches mich in diesem Sommer auch erwischt hat: Der Ankerkasten ragt in das Innere der Kabine. Zwischen der Außenhaut und dem Ankerkasten besteht daher ein Spalt von ca 10 cm.

Wasserauslass zwischen Ankerkasten und Außenhaut

Damit der Ankerkasten entwässern kann ist von dem Ankerkasten durch die Kabine hindurch ein Rohr gelegt, welches das sich im Ankerkasten befindliche Wasser nach außen leitet. Dieses Rohr war nicht vollständig dicht. Nach einer etwas unruhigern Fahrt zu Pfingsten, leckte Wasser von außen durch den Rohrdurchbruch in die Innenkabine. Offenbar suchte sich das Wasser dann den Weg nicht nur in die Kisten und bis in das Heck der white sparrow, sondern auch in die Zwischenräume zwischen Innen- und Außenschale. Ich habe nach dem Törn ca. 5 l Wasser aus dem Schiff entfernt. Um weiterhin kontrollieren zu können, ob sich noch mehr Wasser im Boot befindet, habe ich in die Innenschale eine Inspektionsklappe eingebaut.

Zwischenstadium
Einbau der Inspektionsluke
fast fertig…

Dies erlaubte mir dann, den Innenraum zwischen Innen- und Außenschale einsehen zu können.

Blick in den Bug
Blick bugwärts, innen
Blick nach achtern backbord
Blick nach achtern steuerbord

Dennoch höre ich weiterhin Wasser im Runpf plätschern, obwohl die white sparrow derzeit an Land liegt. Ich könnte da noch ein paar Tips gebrauchen….

Port Olpenitz

Die nunmehr vor der Tür stehende Wintersaison bringt mich dazu, die Einträge „die schon immer mal geschrieben werden mussten“ nun endlich zu schreiben. Eigentlich ist Einiges davon hoffnungslos veraltet und könnte getrost vergessen werden. Aber frei nach dem Motto, es wurde schon alles geschrieben nur eben nicht von jedem, gebe ich meine Meinung auch zu überholten Themen hier gern zum Besten. Kurz vor Pfingsten diesen Jahres sickerte die Information durch, dass Port Olpenitz nun auch nutzbar sei. Die Chance habe ich so gleich genutzt und auf meiner Pfingsttour den Hafen angelaufen und einige erste Bilder gemacht, die hoffentlich einen kleinen Endruck von der Gesamtsituation geben sollen.
Ich schicke es vorweg, wer auf morbide Marineromantik im Industriestil steht, der wird kaum von Port Olpenitz lassen können.
Tower Port Olpenitz
Alle Anderen werden den Hafen schätzen, wenn auf der Ostsee die Hagelkörner waagerecht fliegen und der Crew gerade nicht nach Abenteuer zumute ist.
Aber von vorn. Es beginnt alles mit der vielen sicherlich bekannten Einfahrt.
Einfahrt Port Olpenitz entfernt
Ein Schild, welches eher abweisend als einladend wirkt, begrüßt einen. Ich habe die Nummer angerufen, man weiss ja nie, was die Kollegen der Bundeswehr tatsächlich übrig gelassen haben….
Einfahrt Port Olpenitz Stb
Die Reaktion war vielversprechend. Wir wurden eingeladen, wenn auch etwas verhalten. Egal, die Neugierde siegte. Was dann kam, ließ zuerst Hoffnung aufkeimen.
Hafen im Hafen Port Olpenitz
Luxeriöse Yachten vor luxeriösen Hafenanlage und die dazu passenden Häuser. Recht einsam standen und wahrscheinlich stehen sie da. Aber es fing gut an und etwas Sozialneid kam ebenfalls sofort auf. Tja und dann war es, wie immer im Leben, es gibt oben und unten; vorn und hinten; gut und weniger gut, mit anderen Worten, mit der eingeholten Auskunft (man erinnere sich, wir hatten ja schon telefoniert) wir sollten bis ganz nach hinten durchfahren, sank auch der Standard der Bebauung. Am Ende lagen wir an den alten Schwimmstegen der in Port Olpenitz ursprünglich beheimateten „Schlachtschiffe“.
Liegeplatz white sparrow in Port Olpenitz
Wie es weiter ging, folgt im zweiten Teil des Hafenberichtes.