Archiv der Kategorie: Wetter

Wetterbeobachtungen

Ostseeflaute #balticdoldrums

Ein echtes digitales Schiffstagebuch wird das hier ja eh nicht, daher warte ich immer brav auf neue Geschichten. Aber bisher war, bis auf die zahlreichen nautischen Themen wie Windstärken, -richtungen und -drehungen, sowie im Kielwasser gelassene Häfen und Meilen, wie zum Beispiel die Fehmarnsundbrücke, Burgtiefe, Grömitz (und das alles unter tatkräftiger Unterstützung der erweiterten Crew aus der Schweiz ) und Boltenhagen (sehr nette Marina), einfach nichts los. Keine Geschichten am Rande. Ostseeflaute #balticdoldrums weiterlesen

Niedrigwasser in der Kieler Förde

Die Hochdrucklage der letzten Woche wird gerade abgelöst von einem Tiefdruckgebiet. Das beschert uns gerade etwas mehr Druck in der Luft. Das führt zum „berüchtigten“ Badewanneneffekt in der Kieler Bucht. Also das Wasser schwappt den Dänen gerade vor den Füßen rum und bei uns ist es – weg! Heute morgen beim „Early-Bird-Brötchen-holen-und-sich-frage-was-zum-Teufel-einem-aus-dem-Bett-getrieben-hat-Lauf“ konnte ich an der Förde diesen Schnappschuss machen.

Freibad Düsternbrook
Es handelt sich hierbei (für die Nichtkielerinnen und Nichtkieler) um das Freibad Düsternbrook. Zum Baden lud es nicht gerade ein. Aber für die weltberühmten (und so möchte ich sagen SEHR waghalsigen) Schleswig-holsteinischen Schlickrutscher, eher an der Westküste in ihrem natürlichen und ursprünglichen Habitat, hätten ihre Freude gehabt.
„Schnapp“ ist übrigens das Wort meines „Ausflugs“. Meine Atmung war vergleichbar. Aber das ist eine andere Geschichte!

Iron Blogger Kiel – Sturmnachlese – dit un dat

Die Iron Blogger Pflicht habe ich leider die letzten Wochen schleifen lassen. Gaanz schlecht. Aber nun raff ich mich wieder auf und bloggen was. Es ist aber auch schwierig, wenn der Blick vom Boot derzeit so aussieht:

Blick von der white sparrow auf das Winterlager November 2013
Blick von der white sparrow auf das Winterlager November 2013

Also wo bitte schön findet man Themen zum Segeln und dem eigenen Boot. Vielleicht könnte ich über das Binnensegeln sinnieren. Vor allem dann, wenn man sich etwas weiter weg von der Küste befindet. Wie zum Beispiel in Berlin. Immerhin recht idyllisch das Revier auch im November und bei wenig Wind.

Blick auf Berlin Grünau  von Schmetterlingshorst
Blick auf Berlin-Grünau von Schmetterlingshorst aus

Aber so richtig ist das natürlich auch nichts, denn an dem Steg legt zum einen so schnell nix an und dummerweise ist eben auch auf den Binnengewässern derzeit Flaute mit dem Segeln. Was bleibt da übrig, als sich doch wieder an der Küste nach Themen umzusehen. Das wird leider nicht von der gesamten Crew goutiert…

Abgnag der Crew
Abgang der Crew

Kein Wunder wenn so unglaublich „viel“ im Hafen passiert. Chancen auf Hafenkino gleich Null…

Blick vom "Olympiaturm" in Schilksee
Blick vom „Olympiaturm“ in Schilksee

Auch die andere Richtung verspricht nun nicht unbedingt grenzenlose Spannung. Selbst dann nicht, wenn ein Hauch Lösungsmittelgeruch über das Hafenvorfeld zieht. Ja, ja das sind diese Streber, die jetzt schon Antifouling streichen, im Frühjahr keinen Stress haben und dann mit erhobener Nase auf die Schluderheinis herabsehen, die im Herbst natürlich weder geschliffen noch den ersten Anstrich aufgebracht haben. Nein wir lassen uns von DENEN nicht unter Druck setzen, kein bisschen!

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Über allen Booten ist Ruh…

Zum Glück kann auch die DGZRS es bei dem Wetter ruhig angehen lassen…

Zumindest dieser Blick ist beruhigend
Zumindest dieser Blick ist beruhigend

Tja, und dann eine Woche später. Gleiches Wetter aber an einer anderen Stelle am Hafen. Wahrscheinlich die Nachwehen des Sturmes (man erinnere sich an diesen Beitrag) bescheren einem den folgenden Anblick (einige der Bilder habe ich bearbeitet und den Schiffsnamen entfernt).

Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet

Da denkt man unwillkürlich an den eigenen Winterliegeplatz und fühlt mit dem Eigner mit. Bei dem ganzen Szenario kann man jedoch von verdammt viel Glück im Unglück sprechen. Das Nachbarschiff scheint rein gar nichts abbekommen zu haben. Wie man auf dem oberen Bild sieht haben aber nur wenige Zentimeter gefehlt. Die zum Schutz der Außenhaut des noch stehenden Schiffes angebrachten Teppichreste passen gerade so zwischen die beiden Boote. Man will sich gar nicht vorstellen, was ein Dominoeffekt hätte anrichten können. Denn zwischen den anderen Schiffen wäre nicht ausreichend Platz gewesen, um einem umfallenden Schiff aureichen „Manöverfreiheit“ zu gewähren.

Der Vo­yeu­ris­mus schlägt dann doch zu und man betrachtet sich das Unglück etwas von der Nähe. Da haben die 13 Windstärken ganze Arbeit geleistet:

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Abgeknickter Holm – Schwachpunkt Bohrung
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Nur kleiner sichtbarer Schaden

Man kann dem Eigner nur wünschen, dass es bei dem Schaden, der hier unten auf dem Bild zu sehen ist, bleibt. Von außen sieht das Ganze noch recht unbeschädigt aus.

So und für die nächste Woche bin ich wieder auf der Suche nach bebilderbaren Themen für einen Segelblog im Winter…

Druck in der Luft

Ein Sturmtief eröffnet die Saison der Herbststürme. Das Auge des Tiefs wird den nordwestlichen Rand Schleswig-Holsteins streifen:

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Für die Westküste ist es sicherlich eine beruhigende Nachricht, dass die Windrichtung deutlich aus Süden kommt. Andererseits führt das in Kiel wahrscheinlich zu sehr niedrigen Wasserständen. Derartige Vorhersagebilder sieht man in jedem Fall z. B. auf Windfinder selten (Siehe Vorhersage für 14:00 Uhr)

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Aber auch WundGuru coloriert seine Vorhersage in selten genutzten Farben:

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51 Knoten sind immerhin 10 Windstärken. Mal sehen wir gut die Vorhersagen sind. Der Bericht über die Hanseboot muss da mal warten.

Die Minipfingsttour

Es ist ja nicht so, als ob wir es nicht versucht haben…. Wetter ist, also haben wir uns am Sonntag trotz Leichtwind-,Regen- und Trubelwarnung auf den Kiel gemacht und sind am Sonntag nachmittag nach Schilksee – nun ja – gesegelt. Nach dem Ablegen ging es bis zur Möltenorter Bucht gut. Danach war qualifiziertes Treiben angesagt. Nach dem Vorschlag gegenüber der Mannschaft, doch wieder zurück zu treiben, das versprochene Eis im heimatlichen Düsternbrooker Hafen zu verköstigen und der fast an eine Meuterei grenzenden (und meines Erachtens sehr unsouveränen) Reaktion des minderjährigen Teils der Mannschaft, wurde der Motor angeworfen. Aufgrund der fehlenden Schallisolierung (wieder am falschen Ende gespart) ging es dann fast kommunikationslos nach Schilksee.

Natürlich gab es dort dann kein Eis mehr! Die Mannschaft zog es vor, sich mit französichen Mehlspeisen gepaart mit Nutella, Gebratenem vom ganz sicher nicht ethisch einwandfrei gehaltenem Tier und Getränken, die sicherlich in Prenzlauer Berg die Eltern nicht einmal ihren Kinder gegenüber erwähnen würden, den Magen vollzuschlagen und dann fast komatös in die klamme Koje zu sinken.

Am nächsten Morgen boten sich die folgenden Bilder:

Die white sparrow am Steg 4 Schilksee
Noch immer Nebel
Blick auf das Gebäude des Hafenmeisters von Steg 4
Blick auf das Gebäude des Hafenmeisters von Steg 4
Blick auf das Hafenbecken von Schilksee
Und noch mehr Nebel – nun aber aus einer anderen Perspektive…
Blick auf den Hafen Schilksee bie viel Nebel
Blick auf den Hafen Schilksee bei viel Nebel

 

Fassen wir zusammen. Nebel! Reichlich Nebel. Nun soll es (wir haben sie gesehen) Leute mit Schiffen geben, denen sowas nichts ausmacht. Die haben Radar und solche Sachen an Bord. Oder eben mehr in der Hose. Egal – wir haben nicht los gemacht. Uns fehlt es an einem Radar (ich habe demnächst Geburtstag…) und… lassen wir das.
Also mit anderen Worten, wir sind erst einmal gediegen Schwimmen gegangen. Dann kurz bevor wir aufgeben, das Boot in Schilksee lassen und den Bus nach Hause nehmen wollten, lichtet sich gegen 15:00 Uhr der Nebel und wir konnten los. Die Fahrt zurück gestaltete sich mit achterlichem Wind sehr angnehm und der Nörgelfaktor an Bord sank auf Null. Herrlich.
Und das Ganze schön digital:


Pfingsten 20. Mai 2013 auf einer größeren Karte anzeigen

Echter Winter im Winterlager

Ich berichtete ja bereits Ende September über den neuen Hafentrailer. Etwas nervös („etwas“ ist wohl untertrieben) war ich ja, ob es diesmal entsprechend der Planung klappt. Das lag nicht allein daran, dass ich der festen Überzeugung bin, dass Schiffe nicht fliegen sondern schwimmen sollten:

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Auch wenn es nur ein „Fliegen“ am Haken des Krans ist.

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(Danke an Alexa für die Bilder)
Was soll ich schreiben – es ging wie geschmiert. Die Anpassung des Trailers war unproblematisch und die white sparrow steht jetzt sicher und fest im Winterlager.

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Wie man auf dem folgenden Bild gut sehen kann, liegt das gesamte Schiff auf den zwei in der Mitte befindlichen Auflagen, die vordere Auflage ist auf Höhe des Grundballast angebracht.
Das Schwert liegt lose auf den in der Mitte befindlichen Auflagen. Damit ist auch etwas das Gewicht auf den Auflagen verringert.

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Im hinteren Bereich befindet sich die Auflage kurz hinter dem Ende des Schwertkastens. Meine Vermutung, dass an der Stelle der Rumpf an stabil genug ist, hat sich zum Glück bestätigt.

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Na und dann musste natürlich noch die Plane auf das Schiff. In diesem Jahr habe ich etwas mehr Energie in den Konstruktion gesteckt, damit die Plane keine Wasser- oder Schneesäcke bildet.

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Und das es sich dann am Ende gelohnt hat, eine etwas stabilere Dachkonstruktion zu bauen, zeigte sich dann vor kurzem. Den ersten Wintereinbruch haben die Plane und ihre Konstruktion ganz manierlich überstanden.

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