Archiv der Kategorie: Häfen

Atemlos in Damp2000

Das muss jetzt mal geschrieben werden: Ich gestehe, wir sind in Damp 2000 – diese Idealvorstellung von Urlaub in einer Betonburg an der West-Ostsee aus den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Architektonisch schön geht anders und irgendwie zieht diese touristische Retorte vor allem goldkettchenbehange Motorbootfahrer an. Dennoch sind wir hier.

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Ostseeflaute #balticdoldrums

Ein echtes digitales Schiffstagebuch wird das hier ja eh nicht, daher warte ich immer brav auf neue Geschichten. Aber bisher war, bis auf die zahlreichen nautischen Themen wie Windstärken, -richtungen und -drehungen, sowie im Kielwasser gelassene Häfen und Meilen, wie zum Beispiel die Fehmarnsundbrücke, Burgtiefe, Grömitz (und das alles unter tatkräftiger Unterstützung der erweiterten Crew aus der Schweiz ) und Boltenhagen (sehr nette Marina), einfach nichts los. Keine Geschichten am Rande. Ostseeflaute #balticdoldrums weiterlesen

Abgeschnitten [Update 13:30 Uhr]

Wir liegen in Lindauhof. Schonmal davon gehört? Sicher doch! Das Praxisgebäude des „Landarztes“, scheinbar eine ZDF-Serie die es nicht mehr gibt (ich habe ja auch immer schnell weitergezappt wie andere offenbar auch), steht hier. Alles sehr nett. Dumm nur, dass es gar nicht auf unserer „Route“ lag, bei 1,50 m Wassertiefe nämlich eine kleine Herausforderung für uns hier rein zu kommen. Das mussten wir aber, weil die Lindaunisbrücke auf derzeit unbestimmte Zeit defekt ist. Wir waren zum Zeitpunkt des Defektes auf der „falschen“, ostseeabgewandten Seite der Schlei. Also hängen wir hier fest. Die Informationen tröpfeln spärlich, wann es weiter geht, weiß keiner.

Dazu kommt, dass der Breitbandempfang in diesem Teil des „Echten Nordens“, mäßig ist. Mit paar Tricks, wie dem „hissen“ des WLAN-Hotspot-Geräts an der Saling, habe ich es zumindet geschafft, diese Bid und diesen Blog abzusetzen.

Ab 4 m ist der Empfang wieder vertretbar.
Ab 4 m ist der Empfang wieder vertretbar.

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Schleswig-Holstein ist derzeit am Schönsten in…

Utersum auf Föhr am Strand. Daher ein schnelles und ein künstlerisches Bild vom vom Strand und Steganlage von Utersum auf Föhr… Es gab sogar ein Boot mit Segeln, welches heute dort anlegte. Nur war ich mit der Kamera „nicht schnell genug“.

Steganlage von Utersum ohne reges Treiben derzeit
Steganlage von Utersum ohne reges Treiben derzeit
Kunst am Strand in Utersum
Kunst am Strand in Utersum

Reviererkundung No. 2 – Fehmarn

Der Winter will in Schleswig-Holstein keinen Einzug halten. Die Temperaturen erreichen Bereiche, die zur Kieler Woche fast als „Wärmerekord“ durchgehen würden (okay- das ist ein Insiderwitz für die Kielerinnen und Kieler). Daher fängt man schon wieder an, ans Segeln zu denken und vergisst dabei, dass es ja noch fast 4 Monate sind, bis das Boot wieder aufschwimmt.

Antifouling ist jedenfalls schon gekauft. Das gute Mille Ultimate von Hempel wird in diesem Jahr wieder appliziert. Ein recht durchsetzungsstarker Teil der Crew verlangte nach mehr „Farbe“. Da „Pink mit Glitzer“ gerade aus war, ist es am Ende „darkblue“ geworden (hoffentlich macht es das Boot nicht kleiner – so wie Querstreifen dick machen….). Wenn der kühle Sommer noch ein bisschen so bleibt, dann wird wohl schon an diesem Wochenende das Unterwasserschiff seine erste Lage Antifoulng bekommen. Irgendwie steckt ja in jedem so ein ich-habe-das-Boot-schon-im-Herbst-fertig-gemacht-Streber.

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich heute über die zweite Reviererkundungsfahrt berichten. Wir waren auf Fehmarn und haben für 2 Tage die Seele baumeln lassen. Details über das Hotel lasse ich mal weg. Die Einzigartigkeit dieser architektonischen Sünde ist schon wieder so gut, dass dieser – ja, man muss sagen – Komplex  (für kunstbanausige Laien natürlich  kaum nachvollziehbar) unter Denkmalschutz stehen müsste.

Der Blick aus den Hotelzimmer auf die Lübecker Bucht war jedoch atemberaubend,

Kitesufer sind hier häufiger am Start…
Blick in Richtung Festland Südwest

in der Nacht hatten wir einen guten Blick auf Großenbrode

Nachtaufnahmen üben wir nochmal

und der Sonnenaufgang war auch nicht zu verachten.

Sonnenaufgang

Da man nun schon einmal hier war, entschlossen wir eine landseitige Inspektion der beiden in der Nähe liegenden Sportboothäfen. Man kann sagen, sie stellen beide einen guten Schnitt durch den Stand der Häfen der 70iger – 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts dar.

Burgtiefe als Ausdruck des unbändigen Selbstvertrauens schleswig-holsteinischer Tourismusbeamten strömt den Charme eines Betonghettos auf dem Wasser aus. Ob aus Sicht einer guten Seemannschaft es wirklich intelligent ist, die Boxen im Kreis anzuordnen, lass ich mal dahingestellt und werde im Sommer meine Erfahrungen damit machen.

Kreissteg
Derzeit noch gähnende Leere

Der Blick jedenfalls wird an die Eindrücke aus der Schlei im letzten Jahr weder in die ein noch die andere Richtung nicht herankommen. Beton wohin das Auge blickt.

Blick auf Burgstaaken
Beton…

Aber die Infrastruktur scheint zu stimmen. Sanitäranlagen, Gastronomie, Kinderspielplätze und Strand sind in Schlagdistanz. Auch die Einfahrt scheint, zumindest von Land aus betrachtet, einfach zu sein.

Der Gegensatz dazu ist der andere Hafen von Burg. Zumindest kann man hier von einem „echten“ Hafen mit Fischern, Werften etc. sprechen. Die Schwimmstege waren wohl 1995 noch neu…

Schwimmstege in Bursgtaaken mit U-Boot und Betoncharme

Sicherlich eine gute Adresse im Sommer, wenn man mal was am Boot „erledigen“ muss und entsprechende Unterstützung braucht. Ob sich hier ein Gefühl der Erholung bei längeren Liegen einstellt, wage ich aufgrund der reichlich vorhandenen „industriellen Infrastruktur“ zu bezweifeln. An frischen Fisch hingegen wird es wohl nicht mangeln….

Fischerhafenidylle in Burgstaaken im Winter

Zu den Sanitäreinrichtungen äußere ich mich mal nicht. Nur soviel: Ich kann mich erinnern, dass ich bei meinem ersten Besuch vor mehr als 10 Jahren den Container irgendwie „schrabbelig“ fand.

In jedem Fall hoffe ich, diese Hafenbewertung im Sommer von der Wasserseite aus verifizieren zu können. In den Törnplan werden beide Häfen schon mal mit aufgenommen.

Iron Blogger Kiel – Sturmnachlese – dit un dat

Die Iron Blogger Pflicht habe ich leider die letzten Wochen schleifen lassen. Gaanz schlecht. Aber nun raff ich mich wieder auf und bloggen was. Es ist aber auch schwierig, wenn der Blick vom Boot derzeit so aussieht:

Blick von der white sparrow auf das Winterlager November 2013
Blick von der white sparrow auf das Winterlager November 2013

Also wo bitte schön findet man Themen zum Segeln und dem eigenen Boot. Vielleicht könnte ich über das Binnensegeln sinnieren. Vor allem dann, wenn man sich etwas weiter weg von der Küste befindet. Wie zum Beispiel in Berlin. Immerhin recht idyllisch das Revier auch im November und bei wenig Wind.

Blick auf Berlin Grünau  von Schmetterlingshorst
Blick auf Berlin-Grünau von Schmetterlingshorst aus

Aber so richtig ist das natürlich auch nichts, denn an dem Steg legt zum einen so schnell nix an und dummerweise ist eben auch auf den Binnengewässern derzeit Flaute mit dem Segeln. Was bleibt da übrig, als sich doch wieder an der Küste nach Themen umzusehen. Das wird leider nicht von der gesamten Crew goutiert…

Abgnag der Crew
Abgang der Crew

Kein Wunder wenn so unglaublich „viel“ im Hafen passiert. Chancen auf Hafenkino gleich Null…

Blick vom "Olympiaturm" in Schilksee
Blick vom „Olympiaturm“ in Schilksee

Auch die andere Richtung verspricht nun nicht unbedingt grenzenlose Spannung. Selbst dann nicht, wenn ein Hauch Lösungsmittelgeruch über das Hafenvorfeld zieht. Ja, ja das sind diese Streber, die jetzt schon Antifouling streichen, im Frühjahr keinen Stress haben und dann mit erhobener Nase auf die Schluderheinis herabsehen, die im Herbst natürlich weder geschliffen noch den ersten Anstrich aufgebracht haben. Nein wir lassen uns von DENEN nicht unter Druck setzen, kein bisschen!

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Über allen Booten ist Ruh…

Zum Glück kann auch die DGZRS es bei dem Wetter ruhig angehen lassen…

Zumindest dieser Blick ist beruhigend
Zumindest dieser Blick ist beruhigend

Tja, und dann eine Woche später. Gleiches Wetter aber an einer anderen Stelle am Hafen. Wahrscheinlich die Nachwehen des Sturmes (man erinnere sich an diesen Beitrag) bescheren einem den folgenden Anblick (einige der Bilder habe ich bearbeitet und den Schiffsnamen entfernt).

Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet
Bild wurde bearbeitet

Da denkt man unwillkürlich an den eigenen Winterliegeplatz und fühlt mit dem Eigner mit. Bei dem ganzen Szenario kann man jedoch von verdammt viel Glück im Unglück sprechen. Das Nachbarschiff scheint rein gar nichts abbekommen zu haben. Wie man auf dem oberen Bild sieht haben aber nur wenige Zentimeter gefehlt. Die zum Schutz der Außenhaut des noch stehenden Schiffes angebrachten Teppichreste passen gerade so zwischen die beiden Boote. Man will sich gar nicht vorstellen, was ein Dominoeffekt hätte anrichten können. Denn zwischen den anderen Schiffen wäre nicht ausreichend Platz gewesen, um einem umfallenden Schiff aureichen „Manöverfreiheit“ zu gewähren.

Der Vo­yeu­ris­mus schlägt dann doch zu und man betrachtet sich das Unglück etwas von der Nähe. Da haben die 13 Windstärken ganze Arbeit geleistet:

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Abgeknickter Holm – Schwachpunkt Bohrung
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Nur kleiner sichtbarer Schaden

Man kann dem Eigner nur wünschen, dass es bei dem Schaden, der hier unten auf dem Bild zu sehen ist, bleibt. Von außen sieht das Ganze noch recht unbeschädigt aus.

So und für die nächste Woche bin ich wieder auf der Suche nach bebilderbaren Themen für einen Segelblog im Winter…

Kontraste in der Hafenwelt

Eigentlich sollte hier erst nach dem Ende des Törns etwas Neues stehen. Aber wie das Leben so spielt…. Innerhalb kürzester Zeit haben wir das Universum der Häfenoptionen von dem einem Extrem in das Andere durchquert. Zur Beruhigung: Es ging ohne „unkontrolliertes Anluven“ ab! [Bemerkung zu besorgten Leserreaktionen auf die „Sonnenschussepisode“: Es ist bei derartigen Dingen wie mit Krankheiten. Suche niemals danach im Internet! Dem kann man nicht vertrauen! Frage lieber vertrauenswürdiges Fachpersonal – was natürlich immer schwer zu finden ist.]
Nach der Umrundung Ærøs mit frischem Wind, Wellen gegenan und viel Wasser auf dem Deck [Erinnerung für die nächste Törnplanung: Ærø beim nächsten Mal einfach mal auslassen] ging es unter Schwachwind über Skjoldnæs wieder über den Kleinen Belt nach Mommark.
Mommark wird zu Unrecht immer noch in den Hafenhandbüchern schlecht besprochen. Ein kleiner, ruhiger und sehr ursprünglicher Hafen, der auch für Schiffe mit mehr als 1,60 m Tiefgang zugänglich ist.

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Wir haben dort an den Schwimmstegen bestens gelegen und alles gefunden, was wir brauchten. Der Hafenmeister (gleichzeitig Campingplatzwart, Imbissbudenbetreiber und Ansprechpartner für dies&das) war durch nichts aus der Ruhe zu bringen und servierte uns den besten Burger, den wir seit langem gegessen haben. Und das alles mit einem herrlichen Blick auf den Belt und Ærø.

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Also Mommark sieht uns wieder….
Dann ging es mit einem fast 180 Grad Kurs und achterlichem Wind um die 3 Bft sehr entspannt in die Schlei nach Maasholm. Die Begrüßung sah wie folgt aus: Wir legen an. Vorleinen sind gerade fest. Bugcrew und Steuermann besprechen noch kurz, ob die white sparrow gut liegt, da schieben schon zwei „alteigesessene Stegbesitzer“ mit einem vorwurfsvollem Fusstritt die beiden Enden der Vorleinen an den Stegrand. Sie lagen tatsächlich „vorschriftswidrig“ ganze 30 cm zu weit vom Rand des 3 m breiten Stegs entfernt. Das musste geahndet werden…. Immerhin stellt sowas eine Unfallgefahr dar! Achja und: „AUF DEM STEG WIRD NICHT GERANNT!“ – Jetzt nicht aufhören zu lesen! Es geht noch ein bisschen besser! – Herzlich willkommen in Deutschland.
Egal. Die Mannschaft bekommt ihren Willen und macht Teile des Hafens auf eigenem Kiel unsicher.

20130720-232240.jpg Das lässt die Stimmung steigen.
Am nächsten Tag geht es die Schlei hoch (oder runter?) nach Kappeln. Dort wird dann Geburtstag gefeiert. Es war eine logistische Höchstleistung, auf 20 Fuß Schiff erstens 1 Woche lang die Geburtstagsgeschenke ohne Schäden und Verlust zu verstecken und zweitens auch noch einen „adäquaten“ Geburtstagstisch zu fabrizieren.

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Okay, Erdnussflips als Geburtstagskuchenersatz ist jetzt nicht so der Renner, aber wir waren wenigsten kreativ….
Sooo und nun zum bisherigen Höhepunkt der Reise in Sachen: „Oh Gott ein Boot unter 30 Fuss mit Kindern an MEINEM Steg“. Ich sage nur: „Schleswig Stadthafen“. Eigentlich ideal am Ende der Schlei gelegen. Die Fahrt, also von „Fahrt“ kann man nicht schreiben, nennen wir es besser qualifiziertes Treiben… Oder wann kann man auf einem wind(!)getriebenen Gefährt Seifenblasen pusten? (Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man eine.)

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Dann also erreichen wir Schleswig Stadthafen. Wie gesagt, schön und günstig gelegen. Aber in Hafenhandbüchern steht eben nix zu Stegnachbarn. Die white sparrow hatte sich kaum in der Boxengasse blicken lassen, da stand ER auf seinem 36 Fuss langen Motorsegeler. Die Boxen waren bzw. sind, das muss man schon zugeben, etwas zu groß für die white sparrow. Aber was soll man machen, wenn alle Welt eben nichts unter 30 Fuß mehr fährt und die Hafenbetreiber darauf reagieren müssen. Wir tuckern also in die Gasse und pieken in eine freie Box.
1. Akt: Kaum sind die Heckleinen über dem Dalben, der erste Kommentar von IHM: „Das wird wohl nicht reichen!“ (Er meinte die Länge der Festmacher). Ich zu mir selbst: „Denkste, kurzes Schiff langer Festmacher. Auf die Länge kommts eben ab und zu doch an. So billig lass ich mich nicht abspeisen“. zu IHM: „Schau mal mal“ *grins*
2. Akt: Vorne ist die white sparrow am Steg angekommen. ER hilft nicht die Vorleine anzunehmen. Das erledigt mittlerweile jemand Anderes (Danke nochmal auf diesem Weg). Die Heckleinen reichten (natürlich!) und die Vorleinen liegen nun lose um die Poller. ER: „Wenn Sie da drüben (er weist auf die andere Seiten des Stegs an dem ein paar kleine Fischer- und Motorboote liegen) anlegen, geht es einfacher mit dem rauskommen aus dem Boot, da ist nämlich eine Zwischentreppe.“ Da hätte er mich fast gehabt… Ich: „Achja, das ist eigentlich besser.“ ER (nun körperlich unterstützt durch seine Frau): „Wenn hier Wind aufkommt, schwojt ihr Boot ohnehin zu sehr, auch wenn Sie die Heckleinen kreuzen!“ Ich, immer noch guten Willens: „Hm, wie komme ich denn da hin?“ ER: „Da müssen Sie ganz außen rum.“ Einwand vom Bug der white sparrow: „Die Dalben sind eventuell zu schmal.“ ER sofort: „Nee, nee das passt schon, machen Sie mal.“ Und das war bei mir zu viel des Guten.
3. Akt. Renitenz. Ich denke mir: „Komm, was soll’s“. Es sind (was zutrifft) reichlich freie Liegeplätze auch für dicke Schiffe im Hafen vorhanden. Wir nehmen also niemanden was weg. Außerdem fällt mir auf: „Wind? Sagte er Wind?“ Es waren den ganzen Tag über unglaubliche 2 Bft „Wind“. Und die Vorhersage liegt bei einem Bft. Da schiesst mir dieses Quentchen Provokation ins Blut und ich sage: „Ach vielen Dank für den Tipp. Aber wissen Sie, wir sind breiter als wir aussehen… *grins* Das passt wahrscheinlich mit der anderen Box nicht (tatsäclich war uns sowas schon passiert). Und es ist doch ganz schön hier…“ Und fröhlich flötend in Richtung der eigenen Stegcrew: „Mach mal feeeheest…“ Kurz danach überfroren Teile des Hafens.
Unseren Senf bekamen wir natürlich auch von der anderen Seite der Box (Immerhin haben die ja auch Fenderschonbezüge mit dem Namen des Schiffes eingestickt…- ich frage mich immer wieder wozu eine Fender, der was vom Schiff abhalten soll, eigentlich „geschont“ werden muss) durch unverhohlene Hinweise auf die Außenliegeplätze für die „kurzen Schiffe“. Irgendwie haben es die heute alle mit der „Länge“ gehabt. Dabei weiss man doch eigentlich, dass auch die Technik wichtig ist…
Auch das war egal, wir haben Eis gegessen und fünf gerade sein lassen. Daher konnten wir jedefalls den Sonnenuntergang geniessen.

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Kulinarisches aus Dänemark

Der Törn hat kaum begonnen und schon offenbaren sich die ersten Nachlässigkeiten und kleinen Sünden. Gestern haben Mannschaft und Boot sich beim Südausgang des Kleinen Beltes einen Sonnenschuss geleistet. Die white sparrow war dann doch in dem auffrischenden Wind mit etwas viel Zeug unterwegs. Kommentar des jüngsten Mannschaftsmitglieds, plötzlich von der Seekrankheit genesend und breit grinsend: „Das war ja wie ein Delphinsprung….“ Nun ja, der Rest war weniger begeistert. Wir haben dann mal gerefft (Reff 2) und waren trotzdem noch mit 5 Knoten und damit für unsere Verhältnisse flott unterwegs und erreichten gestern abend Marstal.
Die nachlassende Aufmerksamkeit zeigte sich dann heute bei einer weiteren kulinarischen (und meines Erachtens seemannschaftlichen) Sünde, die einen Namen hat: OMA:
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Dabei handelt es sich um ein Erdölderivat, welches nur durch den Namen in der Lage ist, Vertrauen aufzubauen (ich habe meine Oma’s leider nicht gut kennengelernt, bin mir aber gaaanz sicher, sie würden sich ernsthaft wehren gegen ihre Vereinnahmung durch die „Produzenten“ dieses Produktes). Es soll zum Braten und Backen sich eignen, was ich aufgrund der geringen Kühlkapazitäten für naturbasierte Fettprodukte, ausprobieren musste. Und ja, die Eier liessen sich danach von der Pfanne lösen….
Ich bin fest davon überzeugt, dass auch dieses Zeug unter die Stoffe fällt, für die mit dem Endlagersuchgesetz ein dauerhafter Entsorgungsort gesucht werden soll!
Ansonsten gab’s Essen aus dem neuen Kochbuch:
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Die Mannschaft hatte sich daraus das Gericht „Nordpol und Südpol“ gewünscht. Grundlage ist Kartoffelbrei. Aufgrund der geringen Gasvorräte an Bord, griffen wir auf ein Produkt…ach lassen wir das lieber. Es ist eine weitere Sünde und andere Geschichte…

Nachlese KiWo

Hach wie war der Kieler Woche Herbst dieses Jahr wieder mild. Es fing ja wirklich schlecht an! Kaum Wolken, 20 Grad Celsius ließen die Sorge aufkommen, die 5. Jahreszeit in Kiel könnte wettertechnisch in diesem Jahr ausfallen. Einen derartigen Mond hatte man zum Auftakt der Kieler Woche in Schilksee ja selten gesehen:

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Und auch der Blick auf die white sparrow von oben war regenungetrübt:

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Aber dann klappte es doch noch mit dem Wetter. 12 Grad, Regen und strichweise kräftiger Wind retteten den Ruf der Kieler Woche.
So und nun stehen die Ferien an und die Hochdrucklage darf sich nun einstellen…

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